SSD auf HDD klonen: Diese Anleitung zeigt die sichere Übertragung von Windows, Programmen und persönlichen Daten und erklärt, worauf Sie beim Zieldatenträger achten müssen.
Ja, Sie können eine SSD auf eine HDD klonen. Das ist sinnvoll, wenn Sie eine vollständige Windows-Installation oder einen kompletten Datenbestand auf eine größere Festplatte übertragen möchten. Beachten Sie jedoch: Beim Klonen werden die vorhandenen Daten auf der Ziel-HDD überschrieben, und eine HDD arbeitet nach der Migration spürbar langsamer als eine SSD.
Die Ziel-HDD wird während des Klonens überschrieben. Sichern Sie alle darauf gespeicherten Dateien und kontrollieren Sie Quelle und Ziel anhand von Modell und Kapazität. Verwenden Sie die Software nur auf eigenen Geräten oder mit entsprechender Berechtigung.
Eine SSD auf eine HDD zu klonen ist vor allem dann sinnvoll, wenn die gesamte Installation einschließlich Windows, Programmen, Einstellungen und persönlichen Daten übernommen werden soll. Für andere Ziele ist eine einfachere Methode oft besser geeignet:
| Ziel | Empfohlene Methode |
|---|---|
| Windows und alle Partitionen vollständig übernehmen | Gesamte SSD auf HDD klonen |
| Nur Windows auf die HDD übertragen | Betriebssystem migrieren |
| Speicherplatz auf der SSD freigeben | Große Dateien oder Datenordner auf die HDD verschieben |
| Regelmäßige Datensicherung erstellen | Eine versionierte Backup-Lösung statt eines einzelnen Klons verwenden |
Ein Klon ist eine Momentaufnahme des Datenträgers und eignet sich gut für Migrationen oder einen schnellen Laufwerkstausch. Er ersetzt jedoch kein dauerhaftes Backup mit mehreren Wiederherstellungspunkten. Eine ständig angeschlossene Klon-HDD kann ebenfalls von versehentlichem Löschen, Schadsoftware oder Hardwareproblemen betroffen sein.
AOMEI Partition Assistant bietet zwei Klonmethoden. Die Auswahl bestimmt, welche Zielkapazität erforderlich ist und welche Sektoren kopiert werden:
| Klonmethode | Was wird kopiert? | Anforderung an die HDD |
|---|---|---|
| Festplatte schnell klonen | Belegte Daten und benötigte Partitionen | Die nutzbare Zielkapazität muss mindestens den tatsächlich belegten Speicherplatz aufnehmen können. |
| Sektor-für-Sektor-Klon | Alle Sektoren, einschließlich belegter, leerer und logisch fehlerhafter Sektoren | Die Ziel-HDD muss mindestens so groß wie die gesamte Quell-SSD sein. |
Für eine normale Migration auf eine größere HDD reicht in der Regel der Schnellklon. Der Sektor-für-Sektor-Klon ist für eine möglichst genaue 1:1-Kopie gedacht, dauert länger und eignet sich nicht zum Überspringen defekter Sektoren.
Windows enthält kein allgemeines Werkzeug, das eine komplette laufende Systemfestplatte einschließlich aller Start- und Wiederherstellungspartitionen direkt auf eine andere Festplatte klont. AOMEI Partition Assistant Professional bietet dafür die Funktion „Festplatte klonen“ unter Windows 11, Windows 10, Windows 8.1/8 und Windows 7.
Die Funktion ist besonders passend, wenn die komplette SSD ohne Neuinstallation auf eine HDD übertragen werden soll. Sie können zwischen Schnellklon und Sektor-für-Sektor-Klon wählen und die Partitionsgrößen vor der Ausführung anpassen. Die herunterladbare Version dient je nach Funktions- und Lizenzstand möglicherweise zunächst als Demo; prüfen Sie die Edition vor der Ausführung. Für Windows Server ist die Server Edition vorgesehen.
SSD oder HDD klonen und die Partitionsgrößen vor der Übertragung prüfen
Schritt 1. Installieren und starten Sie AOMEI Partition Assistant. Öffnen Sie Klonen und wählen Sie Festplatte klonen.
Schritt 2. Wählen Sie die SSD als Quellfestplatte. Kontrollieren Sie Modell, Kapazität und die angezeigten Partitionen, bevor Sie fortfahren.
Schritt 3. Wählen Sie die HDD als Zielfestplatte. Vergleichen Sie erneut Modell und Kapazität, damit Sie nicht versehentlich einen anderen Datenträger überschreiben.
Alle vorhandenen Partitionen und Dateien auf der ausgewählten Ziel-HDD werden beim Ausführen der Operation überschrieben.
Schritt 4. Öffnen Sie Einstellungen. Wählen Sie die passende Klonmethode und legen Sie fest, wie die Partitionen den Speicherplatz der HDD nutzen sollen.
Ist die HDD kleiner als die SSD, kann nur der Schnellklon verwendet werden und nur dann, wenn der belegte Speicherplatz vollständig auf die HDD passt. Beim Sektor-für-Sektor-Klon muss die HDD mindestens so groß wie die gesamte SSD sein.
Schritt 5. Prüfen Sie in der Vorschau Quelle, Ziel, Klonmethode und geplante Partitionsgrößen. Klicken Sie anschließend auf Bestätigen.
Schritt 6. Klicken Sie auf Ausführen und danach auf Weiter. Bei einer laufenden Systemfestplatte kann die Operation in einem PreOS-Modus ausgeführt werden und einen Neustart erfordern. Unterbrechen Sie die Stromversorgung nicht.
Wenn die SSD eine Systemfestplatte war, testen Sie die HDD erst, bevor Sie die SSD löschen oder anderweitig verwenden. Fahren Sie den PC nach dem Klonen vollständig herunter. Für einen eindeutigen ersten Start empfiehlt es sich, die Quell-SSD vorübergehend zu trennen, sofern dies am Gerät sicher möglich ist.
1. Starten Sie den PC und öffnen Sie das BIOS-/UEFI-Setup mit der vom Hersteller angegebenen Taste, häufig Entf, F2, F10 oder F12.
2. Öffnen Sie die Startreihenfolge und wählen Sie die geklonte HDD beziehungsweise den zugehörigen Windows Boot Manager.
3. Ändern Sie nicht gleichzeitig den SATA-/RAID-Modus oder den UEFI-/Legacy-Modus. Eine unnötige Änderung kann Windows am Start hindern.
4. Speichern Sie die Einstellungen und starten Sie Windows von der HDD.
5. Prüfen Sie Windows, Programme, persönliche Dateien und die Partitionsgröße. Löschen Sie die SSD erst, wenn die HDD mehrfach eigenständig gestartet ist und eine zusätzliche Sicherung vorliegt.
Die geklonte HDD startet nicht
Prüfen Sie zuerst, ob die richtige HDD beziehungsweise der richtige Windows Boot Manager ausgewählt ist. Stellen Sie den Firmware- und Controller-Modus auf die Werte zurück, mit denen Windows vor dem Klonen gestartet ist. Verbinden Sie für den Test nur die geklonte HDD. Wenn Windows weiterhin nicht startet, verwenden Sie ein Windows-Wiederherstellungsmedium oder die vorab erstellte Sicherung, statt weitere Firmware-Einstellungen wahllos zu ändern.
Die HDD zeigt nach dem Klonen nicht die volle Kapazität
Bei einer größeren Ziel-HDD kann nicht zugeordneter Speicherplatz übrig bleiben. Öffnen Sie die Datenträgerverwaltung und erweitern Sie eine angrenzende Partition, wenn das Layout dies zulässt. Andernfalls können Sie die Partitionsgrößen mit einem geeigneten Partitionswerkzeug anpassen.
Änderungen an der Startumgebung können eine BitLocker-Wiederherstellung auslösen. Verwenden Sie den vor dem Klonen gesicherten Wiederherstellungsschlüssel. Nehmen Sie keine weiteren Änderungen an TPM-, Secure-Boot- oder Firmware-Einstellungen vor, solange die Ursache nicht geklärt ist.
Mechanische HDDs besitzen deutlich höhere Zugriffszeiten als SSDs. Eine geringere Start- und Programmgeschwindigkeit ist deshalb normal. Ändern Sie den SATA- oder RAID-Modus im BIOS/UEFI nicht allein aus diesem Grund.
Mit dem Schnellklon ist das möglich, wenn der tatsächlich belegte Speicherplatz und alle benötigten Partitionen auf die HDD passen. Ein Sektor-für-Sektor-Klon verlangt dagegen eine Ziel-HDD, die mindestens so groß wie die gesamte SSD ist.
Ein Klon ist eine vollständige Kopie zu einem bestimmten Zeitpunkt, bietet aber normalerweise keine Versionen oder älteren Wiederherstellungspunkte. Für eine dauerhafte Datensicherung sollten Sie zusätzlich eine versionierte und getrennt aufbewahrte Backup-Lösung verwenden.
Das Klonen einer SSD auf eine HDD eignet sich für eine vollständige Migration oder einen Laufwerkstausch. Für das bloße Freigeben von SSD-Speicher ist das Verschieben großer Dateien meist einfacher; für regelmäßige Sicherungen ist eine versionierte Backup-Lösung besser geeignet.
Wählen Sie für die meisten Migrationen den Schnellklon und kontrollieren Sie Quelle, Ziel und Kapazität sorgfältig. Rechnen Sie nach dem Wechsel auf eine HDD mit geringerer Systemleistung und löschen Sie die ursprüngliche SSD erst nach einem erfolgreichen, eigenständigen Starttest der geklonten HDD.