Keine FAT32-Option vorhanden? So formatieren Sie USB-Sticks und SD-Karten

Beim Formatieren Ihres USB-Sticks oder Ihrer SD-Karte fehlt die FAT32-Option? Erfahren Sie, woran das liegt und wie Sie mit AOMEI Partition Assistant auch größere Datenträger auf FAT32 formatieren können.

Hannah

Von Hannah / Aktualisiert am 10.10.2026

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Szenario: FAT32 steht nicht zur Auswahl

„Ich möchte meine SD-Karte in der Datenträgerverwaltung formatieren, aber FAT32 steht nicht zur Auswahl. Unter Dateisystem wird nur NTFS angezeigt. Wie kann ich die SD-Karte trotzdem auf FAT32 formatieren?“

Wenn beim Formatieren keine FAT32-Option vorhanden ist, liegt das häufig an der Größe der ausgewählten Partition und dem verwendeten Windows-Werkzeug. Besonders bei USB-Sticks und SD-Karten mit 64 GB oder mehr fehlt FAT32 oft in der Auswahlliste. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich diese Datenträger grundsätzlich nicht mit FAT32 verwenden lassen.

FAT32 als Dateisystem für USB-Stick und SD-Karte auswählen

Warum ist keine FAT32-Option vorhanden?

Manche Geräte, etwa ältere Autoradios, Spielekonsolen oder bestimmte Fernseher, benötigen einen Datenträger mit FAT32-Dateisystem. Ob FAT32 erforderlich ist und welche Speicherkapazität unterstützt wird, hängt vom jeweiligen Modell ab. Prüfen Sie deshalb vor dem Formatieren die Angaben des Geräteherstellers.

FAT32 steht im Windows-Formatierungsfenster nicht zur Auswahl

Die klassischen Formatierungsdialoge im Windows-Explorer und in der Datenträgerverwaltung bieten FAT32 bei Partitionen über 32 GB häufig nicht an. Diese Einschränkung betrifft das Erstellen des Dateisystems mit dem jeweiligen Werkzeug. 32 GB sind keine grundsätzliche Obergrenze für FAT32-Partitionen. Windows kann auch größere, bereits mit FAT32 formatierte Partitionen lesen und beschreiben.

Bei der Formatierung über die Befehlszeile kommt es zusätzlich auf die Windows-Version und den verwendeten Befehl an. Microsoft hat für bestimmte Windows-11-Insider-Builds eine höhere FAT32-Formatierungsgrenze eingeführt. Daraus folgt jedoch nicht, dass FAT32 auf jedem Windows-PC auch im grafischen Formatierungsfenster für größere Partitionen zur Verfügung steht.

Wenn Sie beispielsweise eine 64-GB-SD-Karte auf FAT32 formatieren möchten und die passende Option fehlt, bietet AOMEI Partition Assistant eine grafische Lösung. Damit können Sie FAT32 für eine unterstützte Datenpartition auswählen, ohne Formatierungsbefehle eingeben zu müssen. Die einzelnen Schritte finden Sie im folgenden Abschnitt.

Hinweis: Sichern Sie wichtige Dateien vor dem Formatieren auf einem anderen Laufwerk, da die vorhandenen Dateien auf der ausgewählten Partition gelöscht werden. Beachten Sie außerdem: Eine einzelne Datei muss bei FAT32 kleiner als 4 GiB sein. Auch eine größere FAT32-Partition hebt diese Dateigrößenbeschränkung nicht auf.

Wie kann man einen 64-GB-USB-Stick unter Windows 11 auf FAT32 formatieren?

Wenn Windows für Ihren USB-Stick keine FAT32-Option anbietet, können Sie die Formatierung mit AOMEI Partition Assistant durchführen. Über die grafische Oberfläche wählen Sie die gewünschte Partition und das Dateisystem aus und prüfen die geplante Änderung, bevor Sie den Vorgang starten.

Mit der Funktion „Partition formatieren“ lassen sich auch Datenpartitionen über 32 GB auf FAT32 formatieren, beispielsweise auf USB-Sticks oder SD-Karten mit 64 GB, 128 GB oder 256 GB. So können Sie den Datenträger für Geräte vorbereiten, die FAT32 benötigen. Prüfen Sie vorher, ob Ihr Zielgerät die jeweilige Speicherkapazität unterstützt.

Die folgende Anleitung beschreibt die Formatierung eines 64-GB-USB-Sticks unter Windows 11. Sie können die Schritte auch unter Windows 10 für eine SD-Karte ausführen. Die Screenshots veranschaulichen die Bedienung; die angezeigte Kapazität und Laufwerksbezeichnung können von Ihrem Datenträger abweichen.

Vorbereitung: Schließen Sie den USB-Stick an und sichern Sie alle Dateien, die Sie behalten möchten, auf einem anderen Laufwerk. Beim Formatieren werden die vorhandenen Dateien auf der ausgewählten Partition gelöscht. Laden Sie anschließend AOMEI Partition Assistant herunter.

AOMEI Partition Assistant

Der beste Windows-Festplattenpartitionsmanager und PC-Optimierer

Schritt 1. Die richtige Partition auswählen. Installieren und starten Sie AOMEI Partition Assistant. Identifizieren Sie Ihren USB-Stick anhand seiner Kapazität und seines Laufwerksbuchstabens. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die zugehörige Datenpartition und wählen Sie „Partition formatieren“.

Datenpartition auswählen und Partition formatieren in AOMEI Partition Assistant öffnen

Schritt 2. FAT32 als Dateisystem festlegen. Wählen Sie im geöffneten Fenster unter „Dateisystem“ die Option „FAT32“. Bei Bedarf können Sie eine Partitionsbezeichnung vergeben. Behalten Sie die voreingestellte Clustergröße bei, sofern der Hersteller Ihres Zielgeräts keine andere Vorgabe macht. Klicken Sie anschließend auf „OK“.

FAT32 als Dateisystem für die Formatierung auswählen

Schritt 3. Die Formatierung starten. Prüfen Sie im Hauptfenster, ob die richtige Partition für die Formatierung vorgesehen ist. Klicken Sie auf „Ausführen“ > „Weiter“, um den Vorgang zu bestätigen. Warten Sie, bis die Formatierung abgeschlossen ist, und trennen Sie den USB-Stick währenddessen nicht vom Computer.

Die geplante FAT32-Formatierung mit Ausführen bestätigen

Schritt 4. Das Ergebnis kontrollieren. Öffnen Sie den Windows-Explorer, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den USB-Stick und wählen Sie „Eigenschaften“. Unter „Dateisystem“ sollte nun „FAT32“ stehen. Kopieren Sie anschließend die benötigten Dateien zurück, werfen Sie den USB-Stick sicher aus und testen Sie ihn am vorgesehenen Gerät.

Hinweise:

  • Nicht zugeordneter Speicherplatz: Ist der Datenträger leer und wird sein Speicherplatz als „Nicht zugeordnet“ angezeigt, können Sie über „Partition erstellen“ eine FAT32-Partition anlegen. Werden auf einem zuvor verwendeten Datenträger unerwartet keine Partitionen mehr angezeigt, sollten Sie bei wichtigen Daten zunächst die Ursache klären.
  • Einzelne große Dateien: FAT32 unterstützt keine Dateien ab 4 GiB. Diese Grenze gilt auch für USB-Sticks und SD-Karten mit größerer Gesamtkapazität.
  • exFAT als Alternative: Wenn Ihr Zielgerät exFAT unterstützt und Sie Dateien ab 4 GiB speichern möchten, kann exFAT geeigneter sein. Benötigt das Gerät ausdrücklich FAT32, bleiben Sie bei FAT32.

Fazit

Wenn beim Formatieren keine FAT32-Option vorhanden ist, liegt das häufig an der Partitionsgröße und dem verwendeten Windows-Werkzeug. Größere USB-Sticks und SD-Karten lassen sich dennoch auf FAT32 formatieren. Mit AOMEI Partition Assistant wählen Sie die gewünschte Datenpartition aus, legen FAT32 als Dateisystem fest und bestätigen die Formatierung über eine übersichtliche grafische Oberfläche.

Sichern Sie vorher Ihre Dateien und prüfen Sie, ob das Zielgerät die Kapazität Ihres Datenträgers unterstützt. So können Sie Ihren USB-Stick oder Ihre SD-Karte gezielt für Geräte vorbereiten, die FAT32 benötigen. Auch wenn Sie später ein anderes Dateisystem verwenden möchten, bietet Ihnen AOMEI Partition Assistant die passende Formatierungsfunktion.

Häufig gestellte Fragen zur fehlenden FAT32-Option

Warum steht FAT32 beim Formatieren nicht zur Auswahl?
 

Die klassischen Formatierungsdialoge von Windows bieten FAT32 bei Partitionen über 32 GB häufig nicht an. Dabei handelt es sich um eine Einschränkung des jeweiligen Formatierungswerkzeugs und nicht um eine grundsätzliche 32-GB-Grenze des FAT32-Dateisystems. Deshalb kann die Option bei einem größeren USB-Stick fehlen, obwohl sich der Datenträger mit einem geeigneten Werkzeug auf FAT32 formatieren lässt.

Kann ich einen USB-Stick mit 64 GB oder 128 GB auf FAT32 formatieren?
 

Ja. Mit AOMEI Partition Assistant können Sie auch unterstützte Datenpartitionen über 32 GB auf FAT32 formatieren. Wählen Sie dazu die Partition aus und öffnen Sie „Partition formatieren“. Stellen Sie FAT32 als Dateisystem ein und bestätigen Sie die Änderung mit „Ausführen“. Prüfen Sie vorher, ob das Gerät, an dem Sie den USB-Stick verwenden möchten, dessen Kapazität unterstützt.

Werden beim Formatieren auf FAT32 meine Dateien gelöscht?
 

Ja. Beim Formatieren werden die vorhandenen Dateien auf der ausgewählten Partition gelöscht. Kopieren Sie wichtige Dateien deshalb vorher auf einen anderen Datenträger und kontrollieren Sie die Sicherung. Das gilt auch dann, wenn Sie lediglich von exFAT oder NTFS zu FAT32 wechseln möchten.

Warum lässt sich eine große Datei trotz ausreichend freiem Speicher nicht kopieren?
 

FAT32 kann eine einzelne Datei nur bis zu einer Größe von 4 GiB minus 1 Byte speichern. Eine Datei ab 4 GiB passt daher auch dann nicht auf den Datenträger, wenn insgesamt noch genügend Speicherplatz frei ist. Wenn Ihr Zielgerät exFAT unterstützt, können Sie Ihre Dateien sichern und den Datenträger auf exFAT formatieren. Andernfalls müssen Sie die Datei gegebenenfalls mit geeigneter Software aufteilen.

Sollte ich FAT32 oder exFAT für meinen USB-Stick verwenden?
 

Verwenden Sie FAT32, wenn Ihr Zielgerät dieses Dateisystem voraussetzt. Unterstützt das Gerät auch exFAT und möchten Sie einzelne Dateien ab 4 GiB speichern, ist exFAT häufig die passendere Wahl. Entscheidend sind die Anforderungen des Geräts und die Größe Ihrer Dateien, nicht allein die Gesamtkapazität des USB-Sticks.

Was kann ich tun, wenn mein Gerät den FAT32-USB-Stick trotzdem nicht erkennt?
 

Prüfen Sie zunächst am PC, ob unter den Laufwerkseigenschaften tatsächlich FAT32 angezeigt wird. Kontrollieren Sie anschließend im Gerätehandbuch die unterstützte Speicherkapazität sowie mögliche Vorgaben zum Partitionsstil und zur Partitionierung. Testen Sie außerdem einen anderen USB-Anschluss. Ein korrektes Dateisystem allein garantiert nicht, dass jedes Gerät jeden USB-Stick unterstützt.

Hannah
Hannah · Redakteur
Redakteurin von AOMEI Technology. Sie hilft Menschen gerne bei der Lösung von Problemen im Zusammenhang mit Systemsicherung, Wiederherstelleung, Festplatten- und Partitionsverwaltung.