Übertragen Sie Windows, Programme und Dateien von einer M.2-SATA-SSD auf eine NVMe-SSD. Diese Anleitung zeigt die Vorbereitung, den Klonvorgang mit AOMEI Partition Assistant und den ersten Start nach dem Einbau.
Sie können eine M.2-SATA-SSD auf eine M.2-NVMe-SSD klonen und Ihre Windows-Installation samt Programmen und Dateien übernehmen. Voraussetzung ist, dass der Computer die neue NVMe-SSD intern unterstützt und davon starten kann. AOMEI Partition Assistant Professional führt Sie durch die Auswahl der Laufwerke und die Anpassung der Zielpartitionen.
Die folgende Anleitung behandelt den Austausch des Systemlaufwerks im selben PC unter Windows 11 oder 10. Sie zeigt die Vorbereitung bei einem oder zwei M.2-Steckplätzen, den Klonvorgang und den ersten Start von der neuen SSD.
M.2 beschreibt die Bauform. Eine M.2-SATA-SSD nutzt SATA, eine M.2-NVMe-SSD kommuniziert über PCIe mit dem NVMe-Protokoll. Ein ähnlich aussehender Anschluss garantiert deshalb keine Kompatibilität. Auch die Länge muss passen: 2280 steht beispielsweise für 22 mm Breite und 80 mm Länge.
| Merkmal | M.2 SATA | M.2 NVMe |
|---|---|---|
| Anbindung | SATA | PCIe mit NVMe |
| Kompatibilität | M.2-Steckplatz muss SATA unterstützen | M.2-Steckplatz muss PCIe/NVMe unterstützen; für das Systemlaufwerk ist zusätzlich NVMe-Bootunterstützung erforderlich |
| Leistung | Durch die SATA-Anbindung begrenzt | Abhängig von PCIe-Generation, Lane-Anzahl, SSD und Kühlung |
| USB-Gehäuse | Gehäuse mit M.2-SATA-Unterstützung | Gehäuse mit M.2-NVMe-Unterstützung |
Ein NVMe-Upgrade kann insbesondere große Dateiübertragungen beschleunigen und mehr Speicherplatz bieten. Wie deutlich der Unterschied im Alltag ausfällt, hängt vom System und der Anwendung ab. Der Vorteil des Klonens: Sie übernehmen die vorhandene Installation, statt Windows und Anwendungen neu einzurichten.
Prüfen Sie im Handbuch des PCs oder Mainboards den vorgesehenen Steckplatz: NVMe-Unterstützung, passende Baulänge, Befestigung und gegebenenfalls Einschränkungen durch gemeinsam genutzte Anschlüsse. Ein reiner M.2-SATA-Steckplatz lässt sich durch Klonen nicht NVMe-fähig machen.
Prüfen Sie außerdem den aktuellen Startmodus in msinfo32 unter BIOS-Modus und den Partitionsstil des Systemdatenträgers in der Datenträgerverwaltung unter Eigenschaften > Volumes. Für den üblichen Windows-UEFI-Start ist ein GPT-Systemdatenträger erforderlich. Ändern Sie MBR/GPT oder den Firmware-Modus nicht allein deshalb, weil Sie von SATA zu NVMe wechseln.
Ein reines SATA-USB-Gehäuse eignet sich nicht für eine NVMe-SSD. Achten Sie bei kombinierten Gehäusen auf die ausdrücklich unterstützten Protokolle und SSD-Abmessungen.
Die Ziel-SSD muss genügend Platz für die zu übertragenden Daten und die benötigten Partitionen haben. Bei einer kleineren Ziel-SSD müssen sich die Partitionen entsprechend anpassen lassen. Ein Sektor-für-Sektor-Klon benötigt dagegen ein mindestens gleich großes Ziellaufwerk.
Die vorhandenen Daten auf der ausgewählten Ziel-NVMe werden beim Klonen überschrieben. Sichern Sie diese vorher und erstellen Sie zusätzlich eine Sicherung wichtiger Quelldaten. Prüfen Sie Quelle und Ziel anhand von Modell, Kapazität und Partitionsinhalt.
Halten Sie bei BitLocker-Verschlüsselung den Wiederherstellungsschlüssel bereit und prüfen Sie die für Ihre Konfiguration angezeigten Klonbedingungen. Das Aussetzen des Schutzes entschlüsselt die Daten nicht. Schließen Sie Programme und versorgen Sie einen Laptop während des gesamten Vorgangs mit Netzstrom.
AOMEI Partition Assistant Professional bietet eine grafische Anleitung für den Austausch des Systemlaufwerks. Sie können den gesamten Datenträger übernehmen, die Zielpartitionen an eine größere SSD anpassen und die Option zur SSD-Ausrichtung verwenden. So bleiben Windows, installierte Anwendungen und die auf dem Quelldatenträger gespeicherten Dateien zusammen.
Der Download stellt die Demo bereit; für das Ausführen der Systemfestplatten-Klonfunktion benötigen Sie die entsprechende Lizenz. Für Windows Server verwenden Sie die Server-Edition.
Windows, Programme und Dateien auf eine neue SSD übertragen
Die folgenden Herstellerabbildungen zeigen die Bedienelemente anhand von Beispieldatenträgern. Laufwerksnummern, Kapazitäten und Partitionsstile können bei Ihnen abweichen; die Bilder belegen keine bestimmte SATA- oder NVMe-Hardware. Entscheidend ist die Auswahl Ihrer tatsächlichen Laufwerke.
Starten Sie AOMEI Partition Assistant auf dem bisherigen Windows-System. Prüfen Sie, ob beide SSDs angezeigt werden. Wählen Sie Klonen > Festplatte klonen.
Wählen Sie den gesamten Datenträger mit Ihrer aktuellen Windows-Installation und klicken Sie auf Weiter. Im Systembeispiel ist Disk 0 markiert. Übernehmen Sie diese Nummer nicht ungeprüft. Für den Systemumzug reicht das Kopieren einzelner Dateien oder nur der sichtbaren Windows-Partition nicht aus.
Markieren Sie Ihre neue NVMe-SSD und klicken Sie auf Weiter. Vergewissern Sie sich noch einmal, dass Sie keine andere angeschlossene Daten- oder Sicherungsfestplatte ausgewählt haben.
Öffnen Sie in der Zusammenfassung Einstellungen. Sie können die Größen beibehalten, Partitionen an den gesamten Zieldatenträger anpassen oder sie einzeln bearbeiten. Für eine größere NVMe-SSD können Sie so zusätzlichen Platz für die Windows-Partition vorsehen. Speichern Sie die Einstellungen.
Auf einer kleineren Ziel-SSD ist die unveränderte Übernahme der Größen möglicherweise nicht verfügbar. Beim Sektor-für-Sektor-Klon lassen sich die Zielpartitionen nicht entsprechend verkleinern. Prüfen Sie die Vorschau und die tatsächlich verfügbaren Optionen.
Kontrollieren Sie Quelle, Ziel und sämtliche Zielpartitionen. Aktivieren Sie für die SSD die Option 4k-Ausrichtung. Prüfen Sie auch, ob der geplante Partitionsstil zum vorgesehenen Startmodus passt. Klicken Sie dann auf Bestätigen.
Die Herstellerabbildung zeigt unterschiedliche Partitionsstile. Sie ist ein Oberflächenbeispiel und keine Empfehlung, beim NVMe-Upgrade von GPT zu MBR zu wechseln.
Klicken Sie in der Hauptoberfläche auf Ausführen. Prüfen Sie die ausstehenden Vorgänge und bestätigen Sie mit Weiter. Folgen Sie einer eventuellen Neustartaufforderung und warten Sie bis zum erfolgreichen Abschluss. Trennen Sie währenddessen weder die SSD noch die Stromversorgung.
Dieses Bild zeigt den Bestätigungsdialog an einem Datenplattenbeispiel. Beim Systemklon müssen hier Ihre zuvor ausgewählte SATA-System-SSD und die Ziel-NVMe aufgeführt sein.
Fahren Sie Windows vollständig herunter und trennen Sie das Netzteil. Befolgen Sie beim Öffnen des Geräts und beim Trennen eines internen Akkus das Wartungshandbuch des Herstellers. Entfernen Sie bei einem einzelnen Steckplatz die alte SATA-SSD und bewahren Sie sie unverändert auf.
Nehmen Sie die neue SSD gegebenenfalls aus dem USB-Gehäuse. Setzen Sie sie ohne Gewalt in den passenden internen Steckplatz ein. Die Abbildungen zeigen den mechanischen Einbau einer M.2-SSD; sie ersetzen nicht die Prüfung der NVMe-Kompatibilität.
Drücken Sie das freie Ende vorsichtig auf die passende Halterung und befestigen Sie die SSD mit der vorgesehenen Schraube. Schließen Sie das Gerät entsprechend dem Wartungshandbuch.
Testen Sie die neue System-SSD nach Möglichkeit zunächst ohne angeschlossene alte System-SSD. Öffnen Sie beim Einschalten das herstellerspezifische Bootmenü oder die Firmware-Einstellungen. Wählen Sie bei UEFI den zur neuen SSD gehörenden Windows Boot Manager. Die Taste und Menübezeichnung hängen vom Gerät ab.
Prüfen Sie nach dem Start Ihre Dateien, Anwendungen und die verfügbare Kapazität. Kontrollieren Sie in der Datenträgerverwaltung, ob Windows tatsächlich von der neuen SSD arbeitet. Löschen Sie die alte SSD erst, wenn die neue Installation zuverlässig läuft und Ihre Sicherung vollständig ist.
Eine ausführlichere Diagnose finden Sie unter Geklonte SSD bootet nicht.
Ja, sofern der interne Steckplatz die neue NVMe-SSD unterstützt. Schließen Sie die Ziel-NVMe während des Klonens über ein geeignetes USB-Gehäuse an und bauen Sie sie anschließend intern ein.
Eine manuelle Formatierung ist kein allgemeiner Vorbereitungsschritt für einen vollständigen Datenträgerklon. Die Software richtet die Zielpartitionen ein. Prüfen Sie die Erkennung im Programm und beachten Sie dessen Hinweise für eine fabrikneue SSD.
Das ist möglich, wenn die Daten und anpassbaren Partitionen auf das Ziel passen. Beim Sektor-für-Sektor-Klon muss die Zielkapazität mindestens der Quelle entsprechen.
Diese Anleitung beschreibt den internen Laufwerksaustausch. Ein gewöhnlicher Systemklon ist keine zugesicherte portable Windows-Installation. Bauen Sie die Ziel-SSD zum Starten intern ein.
Bei erfolgreicher Migration auf kompatible Hardware im selben PC normalerweise nicht. Prüfen Sie nach dem ersten Start trotzdem Anwendungen, Daten und gegebenenfalls Aktivierungsabfragen.
Mit AOMEI Partition Assistant Professional können Sie Ihre M.2-SATA-System-SSD auf eine passende NVMe-SSD übertragen und die Partitionen für das neue Laufwerk anpassen. Prüfen Sie zuerst die Hardwarekompatibilität, sichern Sie wichtige Daten und kontrollieren Sie die Klonrichtung. Nach dem internen Einbau und einem erfolgreichen Starttest können Sie den zusätzlichen Speicherplatz Ihrer neuen SSD nutzen.